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Stickstoffbelastung aus Tierhaltungsanlagen – Bewertung und Minderungsmaßnahmen

24. Mai

EUR90

Nr. 18-F-19

Stickstoffe sind wertvolle Pflanzennährstoffe, die das Pflanzenwachstum anregen. Je höher die Konzentration von Stickstoffen in der Luft und im Boden, desto schädlicher kann es sich jedoch auf Pflanzen auswirken, Insbesondere Ammoniak und das Reaktionsprodukt Ammonium können zur Eutrophierung empfindlicher, nährstoffarmer Ökosysteme, wie Mooren, beitragen. Auch Wälder sind durch die Luftimmission gefährdet, da Bäume das Ammonium regelrecht aus der Luft kämmen und damit zu einer Versauerung der Böden beitragen.

Die auf EU-Ebene gültige Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen (NEC-Richtlinie) sieht eine Minderung um 29% bis zum Jahr 2030 gegenüber 2005 vor. Dieses Ziel soll auf Bundesebene beispielsweise über die Anforderungen der TA-Luft erreicht werden.

Tierhaltungsanlagen gehören derzeit zu den größten Emittenten von Ammoniak. Eine Reduktion der Emission bei diesen Anlagen, kann zu einem signifikanten Rückgang der Gesamt-Ammoniak-Emission führen und dementsprechend zu einem nachhaltigen Schutz von wertvollen Ökosystemen.

Im Rahmen der Veranstaltung soll auf die aktuelle Gesetzgebung, die praktische Umsetzung insbesondere in Genehmigungsverfahren vor dem Bau einer Anlage und mögliche Minderungsmaßnahmen eingangen werden.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Qualitätsanforderungen von Immissionsprognosegutachten gelegt. Diese ergeben sich aus der TA-Luft, der Richtlinie zur „Umweltmeteorologie – Qualitätssicherung in der Immissionsprognose – Anlagenbezogener Immissionsschutz – Ausbreitungsrechnung gemäß TA Luft” (VDI 3783 – Blatt 13), in Niedersachsen aus den Anforderungen der ZUS vom GAA Hildesheim und der sich ständig weiter entwickelnden Rechtsprechung. Es wird ein Einblick in die gutachterliche Praxis geschaffen. Vor allem auch im Hinblick auf die Wirkung der prognostizierten Stickstoffeinträge in die entsprechenden Schutzgüter, wie Waldökosysteme oder FFH-Gebiete.

Praktische Beispiele zur Umsetzung von emissionsmindernen Maßnahmen in der Landwirtschaft und in den Schutzgebieten sowie zur Umsetzung der aktuellen Gesetzgebung runden das Programm ab.

Leitung:
Helen Schepers, Naturschutzakademie

Details

Datum:
24. Mai
Eintritt:
EUR90
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Camp Reinsehlen
Schneverdingen, Niedersachsen 29640 Deutschland + Google Karte
Telefon:
+49-(0)5199-989-70
Webseite:
https://www.nna.niedersachsen.de/startseite/

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