Deponie Helvesiek – die unendliche Geschichte!

Enorme Belastungen für Mensch, Tier und Natur und was machen die Samtgemeinde Fintel und die Mitgliedsgemeinden, ja…. den Vogel Strauß – Kopf in den Sand!

Wissen Sie noch wie es war, als in Helvesiek/Rehr vom Landkreis die Deponie gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger durchgesetzt wurde? Tja, wir Menschen vergessen schnell…

Nun will der Landkreis die Deponie als “offene Kompostierungsanlage” für Grünschnitte aus dem ganzen Landkreis ausbauen. Und wieder passiert es, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht über die Risiken informiert wurden!

  • 30.000 Tonnen Grünschnitt fallen aktuell im Landkreis pro Jahr an. Diese sollen zukünftig zentral in Helvesiek kompostiert werden.
  • Das sind rund 100 Tonnen, die täglich durch die Ortschaften rollen
  • Gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier entstehen durch die enormen Mengen von Schimmelpilzen, die bei der Kompostierung freigesetzt werden

Warum in Helvesiek? Die Anlage in Gnarrenburg musste wegen erheblichen Belästigungen – insbesondere durch Geruch und Staub – der umliegenden Anwohner geschlossen werden. Über Jahre wurden mehr als 20.000 Tonnen in der Anlage kompostiert, obwohl sie nur für 12.500 Tonnen, zuletzt nur für 6.500 Tonnen/Jahr ausgelegt und genehmigt war.

Wie haben sich die Gemeinden und die politischen Vertreter dazu gestellt?

Im Oktober 2016 haben sie den Einspruch gegen die Kompostierungsanlage zurückgenommen, um 1.000 Euro zu sparen!? Seitdem nimmt man alle Eigenmächtigkeiten des Landkreises ohne Widerspruch hin. Das muss aber nicht sein….

B90/DIE GRÜNEN kämpfen für eine Lösung die Mensch, Tier und Natur schützen. Dafür haben Sie am 12.09.2019 eine Petition beim Landtag eingereicht.

Das Ziel: Ein neues und transparentes Standortsuchverfahren im ganzen Landkreis. Die Petition finden Sie hier..

Aber nun alles der Reihe nach:
  • Im August 2015 wurde der Samtgemeinde das Vorhaben des Landkreises und die Bedenken der Anwohner und Ihre Argumente gegen das Vorhaben mitgeteilt.
  • Am 11.11.2015 schaffte der Landkreis Tatsachen indem er ohne Betriebsgenehmigung für rund 1,3 Mio. Euro die Infrastruktur baute.
  • Am 01.03.2016 wurde die Genehmigung zum Errichten und Betreiben der Kompostierungsanlage erteilt, die jedoch auf Grund eines Nachbarschaftswiderspruches bislang noch nicht rechtskräftig ist.
  • Am 06.04.2016 erhob die Samtgemeinde auf Drängen der Grünen Einspruch gegen die Genehmigung.
  • Am 10.10.2016 wurde dieser Einspruch wieder zurückgezogen.
  • Den Bau einer geschlossenen Anlage, die für den Schutz von Mensch, Tier und Natur eine praktikable Lösung sein würde, lehnt der Landkreis Rotenburg ab.
  • Aktuell betragen die Kosten für die Abfuhr des Grünabfalls aus dem Landkreis Rotenburg – teilweise in 200 km entfernte Anlagen – den Steuerzahler 1,9 Millionen EUR jedes Jahr.

Was hat der Landkreis unterlassen?

  • die Anlieger ehrlich über die Risiken eines solchen Betriebes zu informieren und sie mit einzubinden
  • eine qualifizierte Umweltverträglichkeitsuntersuchung anzustellen
  • Untersuchung über die Auswirkungen des Schwerverkehrs auf Mensch, Natur und die Verkehrswege

Was kommt auf die Gemeinde(n) zu?

  • Gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch und Tier, da die Anlage offen ist und nur 250 Meter vom Ortsteil Rehr entfernt ist. Der durch das Gesetz geforderte Mindestabstand beträgt nach BImSchV 500 Meter.
  • 30.000 Tonnen Grünschnitt werden von 17 Sammelstellen quer durch den Landkreis an die äußerste westliche Grenze – nach Helvesiek – gekarrt.
  • Schwerlastverkehr rund um und in den Gemeinden.
  • Beschädigung der Straßen, die dann unsere Kommunen zusätzlich belasten
  • besondere Gefährdung der Bewohner im direkten Einzugsbereich
  • Risiko für die im Gebiet liegenden Unternehmen z.B. Falkenzucht, Pilzfarm
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