Neues aus der Giftküche der Agrarindustrie – Einsatz von Pestiziden geht nicht zurück!

Glyphosat-Absatz 2017 deutlich gestiegen!

Gegenüber dem Vorjahr 2016 ist der Glyphosat-Inlandsabsatz 2017 um rund ein Viertel oder 900 Tonnen von 3.780 auf 4.694 Tonnen gestiegen. Bei Privatnutzung gibt es dagegen einen weiteren leichten Rückgang von 46 auf 39 Tonnen. Das geht aus dem neuen Jahresbericht 2017 „Inlandsabsatz und Export von Pflanzenschutzmitteln“ hervor, den das BVL jetzt veröffentlicht hat (im Bericht heißt es „Organophosphor-Herbizide“, darunter fällt allerdings aktuell beim Inlandsabsatz nur Glyphosat, die Zahl ist in den letzten Jahren stets identisch mit der Glyphosat-Zahl). Dazu erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik der Grünen Bundestagsfraktion:

„Dass der Glyphosat-Absatz in Deutschland im letzten Jahr wieder deutlich zugenommen hat, zeigt klar, dass sich hier von alleine gar nichts löst. Mit fast 4.700 Tonnen reiner Wirkstoffmenge ist Glyphosat nach wie vor die Nummer eins unter den Ackergiften in Deutschland. Der Allround-Pflanzenvernichter ist nach wie vor die Regel und nicht die Ausnahme auf unseren Feldern. Julia Klöckner muss endlich ernst machen und den versprochenen Glyphosat-Ausstieg angehen statt ihn weiter auszusitzen. Erfreulich ist allein der weitere Rückgang bei den Privatanwendern.“

Hintergrund
BVL: Inlandsabsatz und Export von Pflanzenschutzmitteln – Jahresbericht 2017

von: Sönke Guttenberg, Büro Harald Ebner, MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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