Gerüchte machen die Runde: “Grüne seien gegen das Freibad”… so ein Unsinn!

Wer verbreitet diesen Unsinn? Ach ja, – wir befinden uns ja kurz vor der Kommunalwahl und wie es scheint gehört es wohl zum Wahlkampf, wenn Verantwortung abgeschoben werden soll.

Der Bürgermeister, die CDU und die SPD behaupten immer wieder, dass die Grünen gegen die Sanierung unseres Freibades gestimmt hätten. Nun ja, das ist blanker Unsinn – anders gesagt, auch blanker Populismus

Als die Diskussionen über den Erhalt des Freibades Anfang 2017 begannen, lag allen ein umfassendes und sehr gutes Gutachten vor, das auf die Sanierungsrisiken hinwies. Die Kostenschätzung lag damals schon bei über 3,4 Millionen.

Konnte sich damals, wie auch heute die Gemeinde eine derartige Summe leisten? NEIN, denn die Gemeinde war schon zu diesem Zeitpunkt nicht gerade in einer bequemen Finanzlage und heute sieht es finanziell nicht besser aus. Die Kreisaufsicht warnte schon frühzeitig, dass der Haushalt 2021 nicht ausgeglichen sein kann. Jedoch nur in Anbetracht der Preiserhöhung der Bauplätze im neuen Baugebiet konnten dieses Jahr die Defizite kaschiert werden.

Die GRÜNEN und Erwin Weseloh, brachten damals einen schicken Neubau – auf die Größe von Fintel ausgelegt – ins Gespräch. Die Vorteile wären dann gewesen:

  • wir hätten dann ein Freibad, dass wieder für 40 Jahre Freizeitspaß verspricht und modern ausgestattet ist.
  • die Bauzeit wäre dann berechenbar und die Stillstandzeiten minimal gewesen
  • mit ca. 2 Millionen Euro sind die Kosten wesentlich geringer – und was noch wichtiger ist – die Ausgaben wären berechenbar.
  • für ein solches Projekt standen auch damals schon vielfache Fördergelder zur Verfügung

Über die Empfehlungen dieser klitzekleinen Opposition der GRÜNEN und Erwin Weseloh haben sich die Verantwortlichen ohne weitere Debatte hinweggesetzt. Dies führte dann unweigerlich zum Chaos.

Alle paar Wochen besichtigten die Ratsmitglieder die Baustelle, um immer wieder festzustellen, dass noch mehr Geld für die Mängel eingesetzt werden muss. Stur heißt es dann von den Verantwortlichen: “da müssen wir jetzt durch” und entscheiden immer in Tranchen von mehreren 100.000 Euro als gäbe es keine Alternativen. Was ist das für ein Umgang mit Steuergeldern?

Und so kommt es zu dem Zustand wie er heute ist:

  • die Kosten für die Sanierung sind ungewiss.
  • wir haben dann zwar eine besseres Filtersystem, aber immer noch ein sanierungsbedürftiges Becken, Gebäude, Duschen, Toiletten und Infrastruktur
  • wir haben immer noch kein hygienisches Planschbecken für die Kleinkinder
  • eine ungewissen Wiedereröffnung und lange Standzeiten
  • einen kritischen Haushalt ohne Gegenfinanzierung
  • die zukünftige Finanzierung des Freibades ist völlig ungeklärt
  • und noch schlimmer, es gibt keine Langzeitperspektive für den Erhalt des Freibades

Wenn es um die Finanzierung geht, dann sind die Optionen für Fintel ausgereizt. Da hat doch die SPD mit Hilfe der CDU bereits Anfang 2019 die Grundsteuer auf das höchste Niveau im Landkreis angehoben. Auch dies geschah ohne ausreichende Prüfung von Alternativen.

Damit bringen die Verantwortlichen den langfristigen Bestand des Freibades durch Missmanagement in Gefahr.

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