Unsere Dörfer eingekesselt von Mastställen, Gülletanks, Biagasanlagen und nun noch mögliche Windparks

(c) hjs / Eingezingelt von möglichen Windparks
(c) hjs / Eingekesselt Mastanlagen, Gülletanks

Anfang des Jahres 2017 hatten Vahlde und Fintel – gegen die Stimmen der GRÜNEN – für den Bau eines Windparks im Hammoor gestimmt. Dies alles ohne Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren der Bürger!

Einer Kommunalaufsichtsbeschwerde der GRÜNEN der Samtgemeinde Fintel wurde nun stattgegeben und die Ratsbeschlüsse vom Dezember und Januar in Vahlde und Fintel müssen wegen fehlender Öffentlichkeit nachgeholt werden.

Schon im November 2016 wurde in Ratssitzungen bemängelt, dass die Beteiligung der Gemeinden an der Windpark Hammoor GbR – nur für wenige Begünstigte – ohne Einbeziehung der Bürger nicht weiterverfolgt werden soll. Dies gilt insbesondere auch für die Abstimmung zur Unterzeichnung des Flächennutzungsvertrages mit dem Windparkentwickler WPD.

Trotz unserer Einwände haben die CDU und die SPD die Abstimmung zugunsten des Windparks in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen. Dies ist nach dem Gesetz nicht zulässig (siehe auch Welche Themen müssen öffentlich behandelt werden?)

Bis heute wurden die Anfragen und Anträge – die Aufklärung schaffen könnten, warum die Bürger nicht informiert wurden – nicht zielführend beantwortet. Die Vermutung liegt nahe, dass man sich mit diesem Thema nicht gerne öffentlich auseinandersetzt.

Den Bürgermeistern und den Räten der letzten Legislaturperiode war bekannt, dass es bereits Beschwerden der Anwohner vom Windpark Stell und Königsmoor/Horst gab. Trotzdem haben die Gemeinden und die Samtgemeinde eine Unbedenklichkeitserklärung für das Repowering und die Erweiterung der Fläche abgegeben.

Dies alles steht im Widerspruch zu den Zielen, die Dörfer weiter zu entwickeln. Die intensive landwirtschaftliche Bebauung mit Mastställen, Gülletanks und Biogasanlagen im Außenbereich führen zur Einkesselung unserer Dörfer. Der weitere Ausbau der Windenergie im ländlichen Raum steht im Konflikt mit der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Das gilt auch für die Reduzierung des Lebensraumes von Tier- und Vogelwelt.

Für die Entwicklung und die Siedlungsbebauung sind damit enge Grenzen gesetzt.

Die Politiker sagen – „wir müssen junge Familien ansiedeln, um das Problem der Überalterung zu mindern“ – wie soll das geschehen?

 

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2 Kommentare zu “Unsere Dörfer eingekesselt von Mastställen, Gülletanks, Biagasanlagen und nun noch mögliche Windparks

  1. Claus Bauer Antworten

    Ist das Thema Windenergie nicht eigentlich ein Grünen Thema ? Warum sträubt sich die “Grünen Riege” aus der Samtgemeinde Fintel dann so gegen diese Anlage? Wir könnten dann ja gleich bei Atom-und Kohlekraftwerken bleiben. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, das es ich hier um Neid geht, welche die Grünen der Samtgemeinde hegen.Es kann nicht nur PV geben . Ok die Finteler Energiegenossenschaft hat hier keinen Nutzen. IST DIESES DAS PROBLEM ? Woanders im Deutschen Lande sind die Grünen auch für Windenergieanlagen. Siehe MV. Und ganz so wir hier verbreitet wird, war die Sache mit der Öffentlichkeit auch nicht . Im Vorwegen wurde öffentlich diskutiert. Ach ja so kann man ( Grün ) die Energiewende auch ausbremsen.

    • Hans-Jürgen Schnellrieder Autor des BeitragesAntworten
      Lieber Herr Bauer, 
      ja, das klingt komisch, wenn die GRÜNEN von Fintel den Anschein geben, sie wären gegen erneuerbare Energien.
      NEIN, dem ist nicht so, im Gegenteil! Die Technologie ist fortgeschritten und in über 20 Jahren Erfahrung in erneuerbaren Energien haben fast alle (manche nicht) dazugelernt. Nehmen wir zum Beispiel:
      Biogas - die Ur-idee ist gut, nur haben Gesetzgeber und Durchführer den Fehler gemacht diese sinnvoll den Flächenkapazitäten anzupassen. Ergebnis: 65% Maisanbau, Monokultur und Gülle im Überfluss.
      Windenergie – zwischenzeitlich wurden auf dem Wasser der Nord- und Ostsee 1.000 Turbinen an das Netz angeschlossen. Das ist die Leistung von 4 Atomkraftwerken. Für die Leistung dieser 1.000 Anlagen müssten an Land mit der heutigen Technologie ca. 10.000 Anlagen aufgestellt werden. Nun stellt sich die Frage? In welchem Vorgarten? – Deshalb geht es uns alle etwas an…
      Ich freue mich auf Ihre Teilnahme!

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